Veröffentlichungen

Solidaritätserklärung der Jusos Unterfranken

Liebe Hungerstreikende,

wir Jusos Unterfranken erklären uns solidarisch mit euch und schicken
euch hiermit unsere in der letzten Woche beschlossene Erklärung.

Wir haben unsere Mitglieder über eure Situation informiert und versuchen
auf verschiedenen Wegen, euch zu helfen.

Wir machen uns große Sorgen um euch. Wir versuchen, alle Hebel in
Bewegung zu setzen, fürchten aber, dass die politischen Prozesse sehr
langsam sind. Bitte lasst es nicht zum Äußersten kommen!

Solidarische Grüße
Doris Aschenbrenner

Die Jusos Unterfranken erklären sich mit den Hungerstreikenden solidarisch.

AnKa Brodowski, stellv. Landesvorsitzende der Jusos Bayern, erklärt:
„Die Bedingungen, unter denen Flüchtlinge jahrelang leben müssen, sind
katastrophal. Jahrelang leben sie als Geduldete in
Gemeinschaftsunterkünften und leiden unter der Ungewissheit. Sie leben
hier zwar in Sicherheit, aber nicht als freie Individuen, sondern unter
strengen Auflagen und nicht hinnehmbaren Bedingungen.“

„Ich engagiere mich bereits seit einiger Zeit in der
Gemeinschaftsunterkunft Würzburg“, führt Eva-Maria Deppisch weiter aus.
„Die Flüchtlinge sind meist weder versichert und haben keine
Arbeitserlaubnis noch dürfen sie unangemeldeten Besuch erhalten oder
einen kostenlosen Deutschkurs besuchen. Nicht einmal Nahrungs- und
Hygienemittel sind frei wählbar. Auf diese Art wird den Flüchtlingen
jeden Tag jegliche Freiheit und Würde genommen und Integration bewusst
verhindert. Die Regierung sieht in diesen, meist hoch gebildeten,
multilingualen und absolut „integrationswilligen“ Menschen nur eine
Bedrohung anstatt der Bereicherung, die sie tatsächlich sind. Frau
Haderthauer sollte dringend ihre politische Linie überdenken und sich
bewusst machen, dass in den bayrischen GUs Menschen unter widrigsten
Umständen leben müssen.“

Doris Aschenbrenner, Vorsitzende der Jusos Unterfranken, fordert die
bayerische Staatsregierung auf, endlich zu reagieren: „Dass Frau
Haderthauer einen Besuch bei den Streikenden ablehnt, zeigt deutlich
ihre mangelnde Wertschätzung gegenüber den Menschen in
Flüchtlingssituationen.“ Hier loben die Jusos Unterfranken den Besuch
der SPD Landtagsabgeordneten Angelika Weikert aus Nürnberg und Harald
Schneider aus Karlstadt, “ die mit ihrem Besuch bei den Streikenden
echte Solidarität und Menschlichkeit bewiesen haben.

Siebte Pressemitteilung seitens der hungerstreikenden iranischen Asylbewerber in Würzburg (Bayern, Deutschland)

4.4.2012

Mit großer Hoffnung haben wir unseren Hungerstreik ausgesetzt. Unsere erste Forderung, das Erscheinen zuständiger Personen, wurde erfüllt.
Am heutigen Tag, den 4. April, trafen sich im Rathaus Dr. Griesbeck, der Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Fluechtlinge (BAMF),  VetreterInnen des bayerischen Sozialministeriums, der  Regierung von Unterfranken, der Stadt, der Caritas und des BRK mit uns, den iranischen Asylbewerbern, die Vorsitzende der Internationaler Föderation Iranischer Flüchtlinge (IFIR), Shanaz Morattab, Mina Ahadi, zwei Dolmetscher, UnterstützerInnen der Hungerstreikenden  und der uns beratende Jurist Dr. Ralf Roßkopf.
Für dieses Treffen kämpften wir lange und waren 17  Tage im Hungerstreik.
Das BAMF machte uns die Zusage die laufenden Asylanträge und  Folgeanträge innerhalb von wenigen Wochen zu bearbeiten.
Für diese Zeit werden wir den Hungerstreik aussetzen.  Unsere Hauptforderung, die Anerkennung als politische Flüchtlinge, bleibt trotzdem weiterhin bestehen.
Auch die  Forderungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der AsylbewerberInnen in Bayern wurden besprochen. Es wurde gesagt, dass an diesen Problemen gearbeitet wird, konkrete Zusagen wurden aber nicht gemacht. Es wurden über mehrere Probleme in Bayern  gesprochen, unter Anderem versprach der Vertreter des Bayerischen Sozialministerium, dass die Lebensbedingungen der AsylbewerberInnen verbessert werden.
Die Caritas hat betont, dass unser Streik nicht nur Würzburg, nicht nur Bayern, sondern ganz Deutschland bewegt hat.
Wir hoffen auf eine Verbesserung, denn wir suchen das Leben, nicht den Tod.
Nach diesem zweistündigen Gespräch fand unmittelbar danach eine Pressekonferenz mit allen Beteiligten statt. Dort wurden die Ergebnisse des Gesprächs veröffentlicht und bekräftigt. Die Hungerstreikenden und die IFIR bedankten sich bei allen UnterstützerInnen und Menschen in Würzburg für ihre große Solidarität und Unterstützung.
Für die anwaltliche Unterstützung, die wir für die Anerkennung unserer Asylanträge benoetigen, bitten wir dringend um Spenden. Bitte spendet an:
Manuel Brandenstein

Sparkasse Mainfranken Wuerzburg

BLZ: 790 500 00

Konto: 47031729

Wir danken allen Unterstützern für ihre Solidarität.

Die iranischen Flüchtlinge im Streik

——————————————————————————————————————-

Kontaktperson: Masoud Hosinzadeh Tel: 0176 77009092
Shahnaz Morattab, Internationale Förderation Iranischer Flüchtlinge: Tel: 01577 4650186
http://www.facebook.com/GUStreik www.gustreik.blogsport.eu

Wichtiges Treffen verschiedener Regierungsvertreter und Vertretern der BAMF

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Hungerstreikenden,

seit 16 Tagen befinden sich 10 Iraner im Hungerstreik. Vielen Dank für
Ihre Solidarität und Ihre Unterstützung!

Eine wichtige Forderung der Iraner – das Gespräch mit Verantwortlichen
der Asylpolitik – wird morgen erfüllt: im Würzburger Rathaus treffen
sich verschiedene Regierungsvertreter u.a. der Vizepräsident des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Dr. Michael Griesbeck,
ein Ministerialdirigent des bayerischen Sozialministeriums, Vertretungen
der unterfränkischen Regierung, Bürgermeister Dr. Bauer, Caritas, DRK,
Polizei mit den hungerstreikenden Flüchtlingen. Neben diesem Treffen
finden auch Einzelgespräche mit Vertretern des BAMF statt, bei denen die
einzelnen Asylverfahren besprochen werden.
Im Anschluss daran findet eine Pressekonferenz statt.

Es werden dringend Anwälte für die rechtliche Unterstützung der Iraner
gesucht. Die morgige Sitzung kann für die Situation der 10 Männer sehr
entscheidend sein. Aus diesem Grund ist die Präsenz von Anwälten immens
wichtig, die den Politikern auf Augenhöhe begegnen können und den
Iranern bei den Einzelgesprächen zur Seite stehen. Um diese bezahlen zu
können, benötigen wir Ihren Beitrag.
Wir bitten Sie darum, durch eine Spende Hilfe zu leisten.

Spendenkonto:
Manuel Brandenstein
Sparkasse Mainfranken Würzburg
BLZ: 790 500 00
Konto: 47031729

Im Namen der Hungerstreikenden danken wir Ihnen herzlich für Ihre
Unterstützung!

Sechste Pressemitteilung seitens der hungerstreikenden iranischen Asylbewerber in Würzburg (Bayern, Deutschland)

03.04.2012

 

 

Wir freuen uns, dass sich nach 17 Tagen endlich einige der Verantwortlichen bereiterklären, vor Ort mit uns ins Gespräch zu treten. Der Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Dr. Griesbeck sowie VertreterInnen des bayerischen Sozialministeriums, der unterfränkischen Regierung und der Stadt kündigten sich an. An diesem Treffen, welches im Rathaus stattfinden wird, werden neben uns und Freunden auch Vertreter der Caritas und des Roten Kreuzes teilnehmen.

Die Stadt stellt zudem Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen – auf Wunsch des BAMF – Einzelgespräche mit uns und den Vertretern des BAMF stattfinden sollen. Wir werden dabei von unseren Dolmetschern und Anwälten unterstützt.

Wir sind skeptisch, was von diesen Gesprächen zu erwarten ist und auf was sich das BAMF einlassen wird.

Unser Ziel ist weiterhin endlich unsere Anerkennung als politische Flüchtlinge. An diesem Ziel halten wir weiterhin fest und hoffen das Beste.

Im Anschluss wird um 14:30 eine eine Pressekonferenz stattfinden, zu der wir die Medien herzlich einladen.

Es sollte inzwischen klar sein, dass wir mit unserem Hungerstreik auch gegen die Verhältnisse im Iran protestieren. Das iranische Regime beobachtet sehr genau, was in Deutschland und anderen Ländern passiert, weshalb man davon ausgehen kann, dass sie auch über unsere regimekritischen Aktionen Bescheid wissen. Was uns bei einer Rückkehr in den Iran droht, ist, so denken wir, allgemein bekannt.

Wegen der vermehrten Zusammenbrüche, temporären Krankenhauseinlieferungen und den zu erwartenden Verschlechterungen unseres Gesundheitszustandes steht ab heute auch ein Krankenwagen neben dem Rathaus, so dass Hilfe permanent erreichbar ist. Wir danken den Helfern dafür.

Für die anwaltliche Unterstützung, die wir für die Anerkennung unser Asylanträge benötigen, bitten wir weiter dringend um Spenden. Bitte spendet an:


Manuel Brandensteintr

Sparkasse Mainfranken Würzburg

BLZ: 790 500 00

Konto: 47031729

 

Wir danken allen Unterstützern sehr für ihre Solidarität.

Die iranischen Flüchtlinge im Hungerstreik.

 

Unsere früheren Pressemitteilung kann man am Vierröhrenbrunnen lesen oder auf unserer Webseite.
…………………………………………………………………………………………………………

Kontaktpersonen: Masoud Hosinzadeh Tel: 17677009092

Shahnaz Morattab Tel:015774650186 / E-Mail: GUStreik@web.de

http://www.facebook.com/GUStreik http/www.gustreik.blogsport.eu

Morgen Treffen mit Verantwortlichen!

Morgen Mittag, am 4.4., findet im Würzburger Rathaus ein Treffen mit verschiedenen Regierungsvertretern u.a. der Vizepräsident des Bundesamtes für Migration Dr. Michael Griesbeck, Bürgermeister Dr. Bauer, ein Ministerialdirigent des bayerischen Sozialministeriums, Vertretungen der unterfränkischen Regierung, Caritas, DRK, Polizei und den hungerstreikenden Flüchtlingen statt. Dabei müssen dringend Asylrechtsanwälte anwesend sein, die den Flüchtlingen in den Gesprächen zur Seite stehen und ein gewisses Honorar beanspruchen. Um dieses Geld aufbringen zu können, brauchen wir Eure Spenden auf folgendes Konto:

Manuel Brandenstein

Sparkasse Mainfranken Würzburg

BLZ: 790 500 00

Konto: 47031729

Weiterhin ist geplant die einzelnen anlaufenden Asylverfahren mit Anwälten zu unterstützen. Hierfür werden dringend Spendengelder benötigt.

Cosmoproletarian Solidarity: Solidarität mit den kämpfenden Flüchtlingen in Würzburg

Der Dialog mit der Islamischen Republik Iran, den die Freunde eines deutschen Friedens so vehement einfordern, verrät sich auch an den Geflüchteten aus der khomeinistischen Despotie als äußerst brutal (1). Roya Mosayebi ist eine von den Geflüchteten, die die Konsequenzen des Dialoges zu spüren bekam. Sie floh mit ihren beiden Söhnen im Mai 1997 vor dem Tugendterrorismus aus dem Iran. Doch für den deutschen Apparat ist das erpresste Schweigen der Frauen unter dem Hijab eine kulturelle Bürde, die auch Roya Mosayebi demütig auf sich hätte nehmen müssen. Ihr Asylgesuch wurde abgeschmettert, der deutsche Apparat ordnete alsdann ihre Abschiebung an. Hierfür wurde Roya Mosayebi aufgefordert, islamisch korrekte Fotografien von sich abzugeben. Denn bei solchen, die mit weiblichem Haar zu provozieren wagen, weigern sich die Beamten der Islamischen Republik, die für die Abschiebung in den Iran gefragten Papiere auszuhändigen. Roya Mosayebi empörte sich: Sie werde sich nie wieder dem Hijabzwang fügen. Und so lag es an deutschen Polizeibeamten, die Gewalt der khomeinistischen Despotie auszuführen. Sie brachen bei Roya Mosayebi ein und zwangen sie unter physischer Gewalt, ihr Haar zu verhüllen. Dabei erlitt sie schwere Blutergüsse. Roya Mosayebi, die später anderswo Asyl fand, ist nur eine von vielen. Nosrat Soltani, die wie Roya Mosayebi dem Zwangsapparat eines bayrischen Bezirkes unterlag, scheiterte mit einer Verfassungsbeschwerde. Die Zwangsanordnungen seien rechtsmäßig, so die deutsche Justiz. Gelegentlich – und damit ist die Humanität der Deutschen bereits ausgereizt – wird die Praxis der Zwangshijabisierung dadurch abgeschwächt, dass digitale Fotografien, auf denen Frauen mit unverhülltem Haar zu sehen sind, mit Grafiksoftware manipuliert werden (2).

Im Moment ruhen Abschiebungen unter Zwangsgewalt in den Iran. Doch der deutsche Apparat zur Aussiebung des überflüssigen Lebens tut nahezu alles, damit die Asylsuchenden sich von selbst verflüchtigen. Er kaserniert sie, damit sie in der erdrückenden Enge resignieren. Er rationiert ihr tägliches Brot, damit es sich ihnen einbrennt, dass Subjektivität nach den Kriterien bürgerlicher Selbsterhaltung ohne völkische Komponente keine Gewähr hat.

Nach dem Suizid eines Insassen jener Baracken in der Würzburger Veitshöchheimer Straße, in denen hunderte Menschen kaserniert sind, haben sich mehrere aus dem Iran geflüchtete Regimekritiker gegen den stillen Tod erhoben (3). Näheres zu ihrem Kampf findet sich hier und hier.

(1) Ohne Zweifel denken die antiimperialistischen Freunde des deutschen Friedens seltener an einen solchen Dialog. Doch an welche anderen Formen des Dialoges könnte die khomeinistische Despotie ein ernstes Interesse haben: an Verständigungen mit internationalen Shoah-Leugnern über den „Mythos Holocaust“, an Know-how-Transfers in Sachen Repressionstechnologien, und so weiter.

(2) Der letzte Fall einer solchen Zwangshijabisierung durch den deutschen Apparat, den ich im World Wide Web fand, ist aus dem Jahr 2004 (was nicht heißen muss, dass es danach keine mehr gab). Siehe hier und hier.

(3) Zwei Kritiken des karitativen Milieus, das hilft, den stillen Tod zu verwalten, sind bei Interesse hier einzulesen.

 

http://cosmoproletarian-solidarity.blogspot.de/2012/04/solidaritat-mit-den-kampfenden.html

Aktueller Kontostand des Spendenkontos

beträgt heute, am 03.04. – 305 Euro.

Danke an alle UnterstützerInnen und hört nicht auf, euch praktisch zu solidarisieren!

Näheres über aktuelle und geplante Ausgaben erfährt ihr demnächst auf diesem Blog.

Fünfte Pressemitteilung seitens der hungerstreikenden iranischen Asylbewerber in Würzburg

02.04.2012

 

Wir befinden uns seit nunmehr 15 Tagen im Hungerstreik vor dem Vierröhrenbrunnen in der Würzburger Innenstadt. Unsere Forderung ist nach wie vor die sofortige Anerkennung als politische Flüchtlinge.

Da unserer Forderung weder stattgegeben wurde, noch einer der politisch Verantwortlichen sich vor Ort ein Bild der Lage machte, haben wir seit heute den Hungerstreik verschärft und nehmen nun ausschließlich Wasser zu uns.

Wir tun dies bei vollem geistigen Bewusstsein und einem festen, von uns allen geteilten, Beschluss. Wir deuten die Untätigkeit der für Asylanliegen verantwortlichen politischen Kräfte als Duldung der Handlungen des faschistischen Iranischen Regimes. Wir möchten betonen, dass unsere Entscheidung weder als Heldentum verstanden werden, noch Selbstmordabsichten zum Ausdruck bringen soll. Sie verdeutlicht lediglich unsere feste Entschlossenheit unsere Forderungen durchzusetzen.

In dieser Woche können die Verantwortlichen nun zeigen, ob ihnen ihre Osterferien oder unsere zehn Menschenleben wichtiger sind. Allein heute sind zwei von uns vor den Augen der Presse und der anwesenden Politiker in das Krankenhaus eingeliefert worden.

Abschließend bedanken wir uns für die große mediale Präsenz vor Ort und bei allen Politikern, die heute erschienen sind. Nach wie vor ist auch die Unterstützung der Bevölkerung riesengroß. Es wurden bislang über 2000 Unterschriften gesammelt. Weiterhin sind wir auf anwaltlichen Beistand ermöglichende Spenden angewiesen, um ggf. rechtliche Schritte gegen die bayrische Staatsregierung einleiten zu können.

 

Spendenkonto:

Manuel Brandenstein

Sparkasse Mainfranken Würzburg

BLZ: 79050000

Konto: 47031729

Die iranischen Flüchtlinge im Hungerstreik.

Unsere früheren Pressemitteilungen kann man am Vierröhrenbrunnen lesen oder auf unserer Facebook- oder Blogseite.

—————————————————————————————————————————-

Kontaktperson: Masoud Hosinzadeh Tel: 0176 77009092

Shahnaz Morattab Tel: 01577 4650186

http://www.facebook.com/GUStreik www.gustreik.blogsport.eu

Solidarität und Gruß aus Göttingen reingeflattert

Solidarische Grüße
liebe Leute,

wir,  einige  IranerInnen unterstützen euren Kampf gegen den deutschen Staat mit seinen rassistischen Sondergesetzten.

Ihr seid die jenigen , die den Iran aufgrund Verfolgung verlassen haben, um in Deutschland Schutz und Sicherheit zu erhalten. Jedoch wird Euch dieses Recht auf Asyl oftmals verwehrt.

Verhaftungen, Folter, Hinrichtungen, Mord und Terror gegenüber Andersdenkenden kennzeichnen das Leben im Iran. Dieses Klima herrscht seit 33 Jahre, seit der Entstehung der „Islamischen Republik“. Viele Menschen protestieren seitdem unter großer Gefahr für Leib und Leben. Sie kämpfen, weil sie sich von diesem Regime nicht länger terrorisieren lassen wollen.
Jeden Tag hören und lesen wir Berichte von Erniedrigung, Folterung und sexuellen Misshandlungen in den iranischen Gefängnissen oder an geheimen Orten. Jede Teilnahme an den Aktivitäten wird als „ausländischer Agententätigkeit“ oder „sozialistisch bzw. kommunistischer Betätigung“ verfolgt. Nach dem iranischen Gesetz wird dieses als Gotteslästerung betrachtet und kann mit Hinrichtung bestraft werden.
Zur Unterdrückung der Bevölkerung sowie der Proteste setzt das iranische Regime auch Waffen und Technologien ein, die sie von deutschen Firmen erhalten haben.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Gerichte behaupten, der Iran sei ein sicheres Land. Sie wollen Euch als iranische Flüchtlinge zurück in die Hölle abschieben, die das islamische Regime dort für die Bevölkerung geschaffen hat. Die Menschenrechtslage im
Iran dürfte auch dem Bundesamt, den Gerichten sowie der zuständigen Ausländerbehörde bekannt sein. Jedoch ist diese Ignoranz ein Teil der menschenverachtenden Politik der Bundesregierung und der deutschen Behörden, die keine deutliche Position gegen das iranische Regime beziehen wollen, um Investitionen deutscher Firmen im Iran nicht zu gefährden.
Wir protestieren gegen diese Politik. Wir verteidigen die Rechte als Flüchtlinge auf Grundlage der Genfer Konvention, der allgemeinen Menschenrechtserklärung und anderer internationaler Abkommen, die auch vom deutschen Staat unterzeichnet wurden..
Wir möchten alle dazu aufrufen, Menschen, die von Ausgrenzung betroffen sind, zu schützen und zu unterstützen.
Wir fordern daher: ein bedingungsloses Bleiberecht für alle!
Wir fordern: gleiche Rechte für alle!
Keine Geschäfte zur Unterdrückung des iranischen Widerstands!

Einen  solidarischen Gruß aus Göttingen

Vierte Pressemitteilung seitens der hungerstreikenden iranischen Asylbewerber in Würzburg

30.03.2012

Wir befinden uns nun seit 12 Tagen im Hungerstreik. Seit 3 Tagen befinden sich fünf von uns im verschärften Hungerstreik, und nehmen lediglich noch Wasser zu sich. Einer wurde heute wegen gesundheitlichen Beschwerden ins Krankenhaus eingeliefert.

 

An Frau Haderthauer, das BAMF und die Verantwortlichen der bayerischen Asylpolitik

In einem Schreiben vom 27.03.2012 lehnt Frau Haderthauer eine Stellungnahme vor Ort weiterhin ab. Sie begründet dies erneut mit der fehlenden Zuständigkeit. Für den Betrieb vor Ort seien die Regierungen zuständig, für Asylanträge sei das BAMF zuständig, für die angeprangerte bayerische Asylpolitik sei das Bundesrecht verantwortlich. So langsam fragen wir uns, für was ihr Ministerium überhaupt zuständig ist.

Wir forderten auch bereits mehrfach das BAMF und andere Verantwortliche auf zu reagieren, erfolglos.

Wenn dem so ist, dann fragen wir uns, warum einzig das Land Bayern einen derart menschenverachtenden Umgang mit Flüchtlingen (System der GU, Residenzpflicht, Essenspakete…) betreibt. Das bayerische Landesaufnahmegesetz und die bayerische Asyldurchführungsverordnung, in der wortwörtlich steht, dass die Unterbringung in den Unterkünften „die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern“ soll, sind unseres Erachtens nach Ländersache. Auf einer Stellungnahme der Verantwortlichen hier vor Ort bestehen wir weiterhin.

An unsere Freunde und Unterstützer:

Wir danken erneut für die breite Solidarität.

• Viele Menschen, Parteien, Vereine, Gruppierungen und Einzelpersonen erklärten ihre Solidarität mit uns. Sogar aus dem europäischen Ausland und aus Übersee bekamen wir Solidaritätsbekundungen.

• In zwei großen Demonstrationen bekundeten Menschen ihre Unterstützung und sammelten inzwischen über 1500 Unterschriften.

• Das Rote Kreuz stellte uns ein stabileres und wetterfestes Zelt zur Verfügung.

• Auch in den Medien fand unser Hungerstreik weiter Resonanz.

 

Es sei angemerkt, dass wir keine Verschönerungen an der sich Gemeinschaftsunterkunft schimpfenden Ex-Kaserne wollen: denn ein Gefängnis bleibt ein Gefängnis, auch mit „schönerer“ Farbe und „schönen“ Türen. Wir wollen die Abschaffung dieses schrecklichen Ortes.

 

Am kommenden Samstag, 13:00 Uhr wird der Coburger Landrat Michael Busch seinen Plan zur Abschaffung der Gemeinschaftsunterkünfte vorstellen, wozu wir alle einladen teilzunehmen. Dieser Plan zeigt, dass das System der Gemeinschaftsunterkünfte ohne große finanzielle Probleme abschaffbar ist.

Wie angekündigt werden wir nun auch rechtlich gegen die Ignoranz und unmenschliche Behandlung durch die Verantwortlichen vorgehen. Dabei wollen wir zum einen konkret gegen die jeweils verantwortlichen Stellen für die bayerische Asylpolitik klagen, zum anderen werden wir unser Recht auf politisches Asyl einfordern. Hierzu werden erfahrene Anwälte und Juristen benötigt, die leider Geld kosten.

 

Wir bitten daher Alle, die sich mit uns solidarisiert haben, diese Solidarität auch praktisch werden zu lassen und uns finanziell zu unterstützen. Kontodaten: Manuel Brandenstein, Sparkasse Mainfranken Würzburg, BLZ: 790 500 00, Konto: 47031729

Die iranischen Flüchtlinge im Hungerstreik.

Unsere früheren Pressemitteilung kann man am Vierröhrenbrunnen lesen oder auf unserer Facebookseite.

…………………………………………………………………………………………………………

Kontaktpersonen: Masoud Hosinzadeh Tel: 17677009092

Shahnaz Morattab Tel:015774650186 / E-Mail: GUStreik@web.de

http://www.facebook.com/GUStreik

www.gustreik.blogsport.eu