Wer mag schon Radikale?

Wir, die Mitwirkenden,wollen hiermit Bezug nehmen auf den Artikel in der Mainpost vom 5.6.12  von Mainpost-Redakteur Max Koch

 

Wer mag schon Radikale?

Gute Nachrichten erfreuen das menschliche Gemüt, schlechte Nachrichten hingegen belasten uns und werfen unangenehme Fragen auf. Das Leid und Elend dieser Welt kennt man; zumindest aus dem Fernseher. Zum Glück kann man den ja ausschalten. Dem Unrecht und dem Elend tatsächlich ins Gesicht zu blicken, ja sogar  ins Gesicht blicken zu müssen, ist gelinde gesprochen unbequem.

Verzweiflung und Hoffnung trieben diese zehn Menschen ins Auge der Öffentlichkeit, in Würzburgs Fußgängerzone. Ihr Ziel ist es nicht die Sympathie der Anwohner zu gewinnen oder Freunde zu finden; nein, sie wollen ein Teil dieser Gesellschaft sein und ein menschenwürdiges Leben führen; so wie jeder von uns!

Da ihnen dies verwehrt wird, greifen sie zu den Mitteln, die einem friedlichen Menschen zur Verfügung stehen. Sie schaden mit der erneuten Verschärfung des Streiks nur sich selbst, und niemandem sonst! Ist es das was einen Radikalen ausmacht?

War der Mann der sich 1989 auf dem Platz des himmlischen Friedens alleine den Panzern entgegenstellte ein Radikaler? Waren die buddhistischen Mönche, die sich aus Protest gegen den Vietnam-Krieg selbst verbrannten, Radikale? War Jesus der für die Sünden der Menschen am Kreuz starb ein Radikaler? Wer mag schon Radikale?

Wer aber tatsächlich radikale Menschen – radikal gegenüber anderen – kennenlernen möchte, der sollte einen Tag am Zelt der Iraner verbringen oder die Kommentare auf der Internetseite der Mainpost lesen. Verbale Gewalt ist auch Gewalt, und diese Gewalt wird nicht auf sich selbst gerichtet. Aber natürlich ist es leichter Vorurteile gegenüber anderen zu haben, und andere Menschen zu missachten, als sich selbst und die Politik der eigenen Regierung in Frage zu stellen. Wer mag schon diese Radikalen?

Zum Glück denken nicht alle Menschen so radikal! Viele Würzburger zeigten auch ihre Verbundenheit und Solidarität. Dafür ein riesiges Dankeschön!

 

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Kommentar

 
  • daniulla martini sagt:

    ich verstehe die Not der Menschen, aber ich verstehe sie auch nicht. Wo kommen wir hin, wenn Asylbewerber uns Deutschen sagen, was wir zu tun haben und was nicht. Dürfen wir dies in anderen Ländern ? Wer bezahlt das alles ? Die beiden sehen sehr gut aus nicht leidend. Was wollen Sie? Wir Deutsche haben oft weniger als ein Asylbewerber.Ich mag diese Radikalen nicht. Was wollen sie, wenn sie dies alles haben? Wie verhalten sie sich bei ihrem Volk? Kommen sie da auch als Gast, als nicht gerufener Gast und stellen Forderungen ? Wollen dies und das ?Ich glaube kaum, das dies möglich ist.Sie essen und trinken und bekommen Kleidung und und und.Was noch ? Wenn das nicht genug ist,dann bitte zurück in die Heimat, denn unsere Heimat wollen sie nicht, aber die Bequemlichkeit dieser selben

 

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