Solidaritätserklärung der Karawane Landshut für die hungerstreikenden Flüchtlinge in Würzburg!

Wir, die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen Landshut, sind solidarisch mit dem Kampf der hungerstreikenden Flüchtlinge für eine Abschaffung jeglicher diskriminierender Sondergesetzgebung für Nicht-Deutsche und ihrem Protest gegen die menschenunwürdige Behandlung, der Flüchtlinge, insbesondere in Bayern, ausgesetzt sind.
Uns alle hat der Selbstmord von Mohammad Rahsepar erschüttert. Gleichzeitig können wir die Wut auf die Verhältnisse nachempfinden, die einen Menschen so kaputt machen, dass er sein Leben beenden will. Die Entschlossenheit und der persönlicher Einsatz der Hungerstreikenden für die Sache der Flüchtlinge, auch unter widrigen Bedingungen, hat Ausstrahlungskraft, auch über Würzburg hinaus.

Wir sind enttäuscht, dass ihre Bereitschaft sich mit den verantwortlichen Politiker_innen und staatlichen Stellen auszutauschen, um die Lage der Flüchtlinge grundsätzlich zu verbessern, auf taube Ohren stößt. Der Hungerstreik ist die Folge dieser unnachgiebigen und menschenverachtenden Flüchtlingspolitik. Es sind die zuständigen Politiker_innen, die die Verantwortung für die Verzweiflung aller Flüchtlinge tragen, der hier Ausdruck verliehen wird.
Die Zustände für Flüchtlinge in Würzburg sind völlig inakzeptabel und gleichzeitig nicht grundsätzlich verschieden von den Verhältnissen, mit denen wir vor Ort konfrontiert sind. Deswegen teilen wir uneingeschränkt die Forderungen der Hungerstreikenden und bekräftigen, dass sie in diesem Kampf nicht alleine sind.

Wir wünschen euch Kraft und geben euch Solidarität für euren Kampf gegen die rassistische Flüchtlingspolitik!

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant_innen Landshut

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