Solidaritätserklärung der Jusos Unterfranken

Liebe Hungerstreikende,

wir Jusos Unterfranken erklären uns solidarisch mit euch und schicken
euch hiermit unsere in der letzten Woche beschlossene Erklärung.

Wir haben unsere Mitglieder über eure Situation informiert und versuchen
auf verschiedenen Wegen, euch zu helfen.

Wir machen uns große Sorgen um euch. Wir versuchen, alle Hebel in
Bewegung zu setzen, fürchten aber, dass die politischen Prozesse sehr
langsam sind. Bitte lasst es nicht zum Äußersten kommen!

Solidarische Grüße
Doris Aschenbrenner

Die Jusos Unterfranken erklären sich mit den Hungerstreikenden solidarisch.

AnKa Brodowski, stellv. Landesvorsitzende der Jusos Bayern, erklärt:
„Die Bedingungen, unter denen Flüchtlinge jahrelang leben müssen, sind
katastrophal. Jahrelang leben sie als Geduldete in
Gemeinschaftsunterkünften und leiden unter der Ungewissheit. Sie leben
hier zwar in Sicherheit, aber nicht als freie Individuen, sondern unter
strengen Auflagen und nicht hinnehmbaren Bedingungen.“

„Ich engagiere mich bereits seit einiger Zeit in der
Gemeinschaftsunterkunft Würzburg“, führt Eva-Maria Deppisch weiter aus.
„Die Flüchtlinge sind meist weder versichert und haben keine
Arbeitserlaubnis noch dürfen sie unangemeldeten Besuch erhalten oder
einen kostenlosen Deutschkurs besuchen. Nicht einmal Nahrungs- und
Hygienemittel sind frei wählbar. Auf diese Art wird den Flüchtlingen
jeden Tag jegliche Freiheit und Würde genommen und Integration bewusst
verhindert. Die Regierung sieht in diesen, meist hoch gebildeten,
multilingualen und absolut „integrationswilligen“ Menschen nur eine
Bedrohung anstatt der Bereicherung, die sie tatsächlich sind. Frau
Haderthauer sollte dringend ihre politische Linie überdenken und sich
bewusst machen, dass in den bayrischen GUs Menschen unter widrigsten
Umständen leben müssen.“

Doris Aschenbrenner, Vorsitzende der Jusos Unterfranken, fordert die
bayerische Staatsregierung auf, endlich zu reagieren: „Dass Frau
Haderthauer einen Besuch bei den Streikenden ablehnt, zeigt deutlich
ihre mangelnde Wertschätzung gegenüber den Menschen in
Flüchtlingssituationen.“ Hier loben die Jusos Unterfranken den Besuch
der SPD Landtagsabgeordneten Angelika Weikert aus Nürnberg und Harald
Schneider aus Karlstadt, “ die mit ihrem Besuch bei den Streikenden
echte Solidarität und Menschlichkeit bewiesen haben.

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