Elfte Pressemitteilung seitens der hungerstreikenden iranischen Asylbewerber in Würzburg (Bayern, Deutschland)

Am 17.04.2012 besuchte uns die Polizei am unteren Markt, um uns mitzuteilen, dass die Entscheidung vom Verwaltungsgerichtshof für den Fortlauf keine Bindungswirkung mehr hat. Deshalb durften wir, auf ihre Weisung hin, auch bei Minus 4 Grad Celsius letzte Nacht die Pavillons nicht schließen, um uns vor Kälte und Regen zu schützen. Ähnliche Witterungsverhältnisse sind für die kommende Woche vorhergesagt. Desweiteren ist uns von der Polizei untersagt worden, länger als eine Stunde am Stück zu schlafen. Uns stehe für 10 Personen nur ein Feldbett zu. Die Polizei überprüfte außerdem die Anwesenheit des Versammlungsleiters in der Nacht vom 17.04. auf den 18.04.

Faktisch wird damit unsere politische Arbeit unterbunden: Bereits durch das Verbot des großen Zeltes können wir nicht mehr die Verhältnisse deutscher Gemeinschaftsunterkünfte für jedermann anschaulich darstellen. Weil wir jetzt auf dem kalten Boden schlafen müssen, wir also permanent Schlafentzug und Kälte ausgesetzt sind, ist unsere Mahnwache faktisch verboten.

Wir wehren uns erneut beim Verwaltungsgericht Würzburg. Von diesem wurde uns aber mitgeteilt, dass das Eilverfahren diesmal frühestens morgen abgeschlossen ist, da die Stellungnahme der Behörden auf sich warten lasse.

Leider müssen wir wieder vor Gericht gehen, um unseren politischen Protest fortsetzen zu können. Dieser ist aber unverzichtbar, da nur so das öffentliche Bewusstsein für die Asylproblematik erhalten werden kann. Dies bindet wieder unsere Kräfte und finanziellen Mittel, die wir so dringend für die Asylverfahren und die Verbesserung der Situation all der in Deutschland Schutzsuchenden brauchen. Insbesondere falls wir wieder in die nächste Instanz gehen müssen, sind wir weiterhin dringend auf Ihre Spenden angewiesen. Bitte an:


Manuel Brandenstein

Sparkasse Mainfranken Würzburg

BLZ: 790 500 00

Konto: 47031729

 

Wir danken allen Unterstützern sehr für ihre Solidarität. Jedes gute Wort tut gut.

Die iranischen Flüchtlinge im Hungerstreik.

Unsere früheren Pressemitteilung kann man am Vierröhrenbrunnen lesen oder auf unserer Webseite.
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Kontaktpersonen: Masoud Hosinzadeh Tel: 17677009092

Shahnaz Morattab Tel:015774650186 / E-Mail: GUStreik@web.de

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