Einundzwanzigste Pressemitteilung seitens der streikenden Iraner in Würzburg(Bayern, Deutschland)

1. Drei Mitglieder des Zeltes mit den Namen Samander Lashkari, Mojtaba Ghavitan Darjazi und Arash Dosthossein haben den Streik beendet. Drei der übrigen Streikenden, die bislang noch keine Antwort erhalten haben, mit den Namen Mohammed Hassanzadeh Klali, Armin Jahanizadeh und Soheil Hatami Kia warten immernoch zusammen mit vier weiteren Streikenden (insgesamt sieben) auf Antwort der zuständigen Behörden um ihr Recht auf Anerkennung als politische Flüchtlinge zu erhalten.

2. Wir haben viele Anrufe von weiteren iranischen Flüchtlingen aus ganz Deutschland erhalten, die sich auch am Protest beteiligen wollen. Nach Eintreffen des nächsten Bescheides werden mehrere Flüchtlinge aus Solidarität und Protest am Streik teilnehmen.

3. Wir wurden darüber benachrichtigt, dass die Fälle der drei Flüchtlinge, die nicht anerkannt wurden, in den nächsten Monaten nicht bearbeitet werden. Diese lange Wartezeit zeigt, dass die Behörden nicht gewillt und bemüht sind, sich mit unseren durchaus berechtigten Forderungen zu befassen.

4. Wir, die iranischen Streikenden aus Würzburg, erklären uns solidarisch mit den hungerstreikenden Flüchtlingen in Dänemark.

5. Unsere allgemeinen Forderungen für bessere Bedingungen für Asylbewerber in Deutschland, die bislang nicht erfüllt wurden lauten:

a. Die Abschaffung des Systems der Gemeinschaftsunterkünfte und die dezentrale Unterbringungen in Privatwohnungen (neben humanen Aspekten verweisen wir auf die Berechtigungen des bayrischen Flüchtlingsrates, dass die dezentrale Unterbring ist).

b. Die Abschaffung der Residenzpflicht.

c. Die Abschaffung des Praxis der Zuteilung von Essenspaketen.

d. Die Einführung eines Anspruchs für jeden Asylbewerber auf einen Anwalt und eine zertifizierten Dolmetscher, die ihn von Beginn an in allen Stadien des Asylverfahrens unterstützen.

e. Die drastische Verkürzung der Dauer des Antragsbearbeitung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

f. Die Einführungs eines Anspruchs für alle Asylbewerber ab dem ersten Tag auf professionenelle Deutschkurse.

g. Die Möglichkeit, den eigenen Lebensunterhalt durch Arbeit zu sichern.

h. Die Vereinfachung und Verkürzung des Verfahrens um eine Studienerlaubnis zu erhalten.

i. Die Gewährung der freien Arztwahl.

j. Die Möglichkeit der Familienzusammenführung (sowohl aus dem Ausland als auch im Inland).

Desweiteren bitten wir weiterhin um Spenden, um unsere Anwaltskosten zu decken:
Karawane Nürnberg, Kto: 3501817, BLZ: 52060410,
Evangelische Kreditgenossenschaft e.V., Verwendungszweck: “Würzburg”
Es ist jetzt möglich, Spenden steuerlich abzusetzten!
Vielen Dank!

Unsere früheren Pressemitteilungen kann man am Dominikanerplatz lesen oder auf unserer Facebook- oder Blogseite unter http://www.facebook.com/GUStreikhttp://gustreik.blogsport.eu/ einsehen.
Kontaktperson: Masoud Hosinzadeh Tel: 0176 77009092 Shahnaz Morattab Tel: 01577 4650186

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