Ein offener Brief von Dr. Rainer Schohe und Ali Hami

Offener Brief an die Stadt Würzburg, vertreten durch den Oberbürgermeister von Dr. Rainer Schohe und Ali Hami
Wir Unterzeichner betreuen seit 4 Wochen ehrenamtlich die Protestaktion der iranischen Flüchtlinge in Würzburg. Wir verstehen dies als humanitäre Aufgabe – eine Beurteilung der rechtlichen Sachlage steht uns nicht zu. Die Entwicklung der letzten Tage bereitet uns als Mediziner jedoch Sorgen. Der Hungerstreik wurde nach 17 Tagen nach hoffnungsvollen Gesprächen mit den verantwortlichen Institutionen von den Asylbewerbern eingestellt. Ein weiteres Protestieren für ihre Anliegen wird den Asylbewerbern jedoch zunehmend durch Sanktionen erschwert – der Hungerstreik wird zum erzwungenen Kältestreik (Verbot des Aufstellens eines Zeltes; Verbot eines geschlossenen Pavillons; Verbot Betten aufzustellen; Verbot von Erholungsschlaf; Reglementierung der Deckenzahl etc.). Durch diese Maßnahmen wird unseres Erachtens eine gravierende gesundheitliche Gefährdung der Protestierenden in Kauf genommen. Wir fordern Sie daher auf, zum Schutz der Gesundheit der Flüchtlinge zumindest zum Status Quo vom 16.04.2012 zurückzukehren. Das aktuelle Vorgehen durch die Stadt und den Behörden ist dieser Stadt nicht würdig und menschenunwürdig.

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