37. Pressemitteilung seitens der streikenden iranischen Flüchtlinge in Würzburg

Wir, die iranischen Flüchtlinge in Würzburg, sind heute im 128. Tag unseres Straßenprotestes gegen die unmenschlichen Gesetze und Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Deutschland. Heute schreien wir, die Flüchtlinge in Würzburg, nicht mehr allein. Vier weitere Städte haben sich unserem Protest angeschlossen. Sie schreien ebenfalls für Menschenrechte und für ihre elementaren Grundrechte. So wie wir es bereits angekündigt hatten, ist dies eine einheitliche Bewegung und sie befindet sich in Expansion. Täglich wird sie größer, bis sie die Mauern der Gefängnisse, die speziell für Flüchtlinge gemacht worden sind, niederreißt. Die Asylanträge der drei streikenden Flüchtlinge, Frau Mandana Hemmat Esfeh aus Bayreuth, Herr Ajin Assadi aus Würzburg, und Herr Mehdi Sajadi aus Augsburg sind unrechtmäßig und aus politischen Erwägungen, nämlich mit dem Ziel die Flüchtlingsbewegung zum Schweigen zu bringen, abgelehnt worden. Die drei genannten Flüchtlinge werden in der nächsten Woche am 1. August 2012 der Presse und der interessierten Öffentlichkeit zwecks Aufklärung über die Art und Weise, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über Asylanträge entscheidet, über ihre Fluchtgründe und ihr Leben berichten. Sie wollen die Öffentlichkeit darüber informieren, wie politisches Kalkül in Deutschland über Menschenleben steht. Sie wollen die Menschen informieren, damit sie sich selbst ein Bild und Urteil bilden können. Sie wollen nicht Spielball politischer Interessen werden. Wir laden die Menschen und die Medien, welche uns in den letzten 128 begleitet haben, dazu ein, zu handeln und am Mittwoch, den 1. August 2012 um 12:30 Uhr in unserem Zelt anwesend zu sein. Mohammad Hassanzadeh Kalali, der seit 128 Tagen an der Protestaktion aktiv teilgenommen hat und ständig die Umsetzung dieser gerechten Forderungen verlangt hat, hat sich aufgrund der Residenzpflicht und der Drohung durch die Polizei in seiner ihm zugewiesenen Stadt begeben. Am heutigen Dienstag, den 24. Juli 2012 wird er die Residenzpflicht bewusst verletzen und seine Stadt Regensburg verlassen. Er wird die Protestzelte in den verschiedenen Städten besuchen und dadurch seinen Protest gegen die Residenzpflicht zum Ausdruck bringen. An diesem Mittwoch, den 25. Juli 2012 wird er nach Würzburg kommen, wo er mehr als 110 Tage auf der Straße protestierte. Die Medien und Menschen, die erfahren wollen, warum er diesen Schritt geht, laden wir ein, um 11:00 Uhr zu unserem Protestzelt zu kommen. Ferner teilen wir Ihnen mit, dass am kommenden Samstag, den 28. Juli 2012 ab 14:00 Uhr koordinierte Demonstrationen in Aub, Bamberg, Düsseldorf, Regensburg und Würzburg stattfinden werden.Wir rufen alle dazu ein, zu diesen Demos bereit zu mobilisieren und die Stimme der Flüchtlinge in weitere Kreise der Gesellschaft zu tragen.

Unsere früheren Pressemitteilungen können am Unteren Markt gelesen werden oder auf unserer Facebook oder Blogseite unter www.facebook.com/GUStreik; http://gustreik.blogsport.eu/ Twitter: https://twitter.com/Hungerstreik

Kontaktperson: Abdol Baset Soleimani 0157/77247619

Spenden können Sie auf das folgende Spendenkonto überweisen: Förderverein Karawane e.V. Kontonummer: 40 30 780 800 GLS Gemeinschaftsbank eG BLZ: 430 609 67 Verwendungszweck: Protest Würzburg

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