33. Pressemitteilungburg seitens der hungerstreikenden iranischen Fluechtlinge in Wuerzburg

Heute ist der 107. Tag unseres Protestes der iranischen Flüchtlinge in Würzburg auf der Straße.

57 Tage des Hungerstreiks haben wir nun hinter uns. Heute befinden wir uns im 29. Tag der dritten Welle unseres Hungerstreiks.

Normalen Hungerstreik haben wir durchgeführt. Wir haben unsere Lippen zugenäht. Wir haben einen trockenen Hungerstreik ohne Aufnahme von Flüssigkeit durchgeführt.

Wir haben mit den Behörden verhandelt und kommuniziert.

Wir haben mit der Öffentlichkeit gesprochen.

Wir haben in den Medien geschrien, damit wir die unmenschlichen Lebensbedingungen der Flüchtlinge hier zugunsten der Flüchtlinge und im Namen der Menschlichkeit verändern.

Es waren harte Tage und diese Tage sind die Tage des Widerstandes gewesen. Es waren Tage, in denen wir gegen das Unrecht und gegen die Ungleichbehandlung gekämpft haben.

Heute warten vier von uns, Mehdi Sajadi, Ajin Assadi, Mohsen Mashhadi und Mandana Hemmat Esfeh auf die Antwort des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und fordern die Anerkennung als politische Flüchtlinge.

Vier von uns, Mohammad Hassanzadeh Kalali, Arash Dosthossein, Soheil Hatamikia und Armin Jahanizadeh warten auf die Entscheidungen von Verwaltungsgerichten über ihre Anerkennung als politische Flüchtlinge.

Reza Feizee und Payam Raho haben, nach dem sie ihre Lippen zugenäht haben und in den Hungerstreik getreten sind, ihre Anerkennung als politische Flüchtlinge erhalten.

Wir warten auf die Anerkennung der anderen oben genannten Mitglieder des Protests.

Mohammad Hassanzadeh Kalali wartet auf die sofortige Bearbeitung seines Falles durch das Verwaltungsgericht und auf die vom Gericht geforderte Information vom Auswärtigen Amt.

Nach den Hungerstreiks in den 107 Tagen des Protestes ist die Gesundheit der Protestierenden ernsthaft gefährdet. Arash Dosthossein ist wegen Verdauungskrankheiten mittlerweile in einem Krankenhaus. Auf Rat der Mediziner sind seine Lippen wieder geöffnet worden, damit die Genesung beschleunigt wird.

Wir hoffen, dass Sie unsere Stimmen hören, und dass Sie auf unsere konkreten Forderungen reagieren, damit die Demokratie noch etwas bedeutet.

Wir hoffen, dass die deutsche Regierungen und die verantwortlichen offiziellen Stellen der Öffentlichkeit beweisen, dass die Menschlichkeit mehr bedeutet als Bürokratie und Gesetze, die für das Wohl der Menschen niedergeschrieben worden sind.

Die Zeit drängt. Reagieren Sie auf unsere Forderungen, und lassen Sie wertvolle Zeit nicht verstreichen. Es könnte zu spät sein.

Unsere früheren Pressemitteilungen können am Kürschnerhof gelesen werden oder auf unserer Facebook oder Blogseite unter /www.facebook.com/GUStreik; http://gustreik.blogsport.eu;

Twitter: https://twitter.com/Hungerstreik

Kontaktperson:  Baset Soleimani 0175/77247619; 0176/71080087

Spendenkonto: Karawane Nürnberg Kto: 3501817 BLZ:52060410 Evangelische

Kreditgenossenschaft e.V. Verwendungszweck „ Würzburg“

Du kannst alle Antworten zu diesem Eintrag via RSS 2.0 Feed erfolgen. Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von deiner eigenen Seite.

Kommentar

 
 

Schreibe einen Kommentar

XHTML: Diese Tags kannst Du benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>